Der Flattr-RSS-Test

Nur ein kurzer, inhaltloser Beitrag um zu schauen, ob die Implementierung eines Flattr-Buttons sich noch verbessern lässt… Falls ja, wird er hoffentlich auch in den RSS-Feed und bei Instacast angezeigt. :-)

Für ein bisschen Content dann noch dieser Link:
Gehörte Podcasts von Simon Nickel zu “TwoScores 001″
Besten Dank, Simon!



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TwoScores 001 – Alan Silvestri – The Avengers

Wie Podcaster nun einmal so sind, wollen sie irgendwann immer mehr. Neue Sendungen, neue Ideen, neuer Gesprächsstoff. Dachte ich mir auch und rief kurzerhand ein neues Projekt ins Leben. Unter dem Label „TwoScores“ sprechen mein geschätzter Kollege Henning Pohlmann und ich ab sofort einmal im Monat für eine halbe Stunde über Scores bzw. Film-Soundtracks. Da wir beide nicht ganz unerfahren sind, was diese Materie angeht – Henning komponiert freiberuflich Filmmusik, und ich bin seit beinahe zwei Dekaden Hobby-Orchester-Musiker – haben wir einen besonderen Blick auf das Thema und tauschen uns locker über Besonderheiten und Auffälliges zu den jeweiligen Soundtracks aus. Der Titel setzt sich aus „Two“ und „Scores“ zusammen – Offensichtlich weil wir zwo sind und Musik besprechen. Außerdem ist das ein schlechtes englisches Wortspiel von „to score“ und hat nichts mit der ansonsten im Netz zu findenden Definition von „twoscore“ zu tun, es bezeichne ein Lebensalter ab 40.  :-)

Mehr über Henning und seine Musik gibt es hier zu erfahren:
Homepage Henning Pohlmann

Für unsere erste Sendung haben wir uns den Score zum Marvel-Superhelden-Knaller „The Avengers“ vorgenommen und sprechen über Erwartungen, Enttäuschungen, Hits & Rises, einem coolen Track für einen Hubschrauber und seltsame E-Schlagzeug-Ideen.

Kommentare gerne hier im Blog und bei Twitter!

Sobald ich die Zeit dazu finde, wird es auch einen separaten RSS-Feed geben, und spätestens zur zweiten Sendung gibt es „TwoScores“ dann auch bei den gängigen Portalen.

Anbei die „Shownotes“ mit Links zu Stücken und Kompositionen, die wir in der Folge erwähnen:

Das Soundtrack-Album „The Avengers“ von Alan Silvestri bei Amazon.de (Afilliate Link)

Viel Spaß beim Lauschen!
Länge: 34:00 Min. / Größe:31,14 MB

Hier ist der Stream:


Und hier ist der Download:
TwoScores 001 – Alan Silvestri – The Avengers

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Tagebuch eines Spiegelbildes II – Selbstsabotage und Aufbruch

Vor nicht allzu langer Zeit berichtete ich über das Erscheinen und meinen Eindruck zur regelmäßig mit Updates versehenen Live-Biographie meines Kollegen Stephan R. Bellem mit dem Titel „Ü30 – Und immer noch Pickel“. Wer den Artikel noch einmal nachlesen will, der kann das hier tun. Darin habe ich angekündigt, auch die neuen Passagen, die Stephan veröffentlicht, kritisch zu begleiten.
Mit dem ersten Update gibt es Neuigkeiten aus den Monaten März bis Mai zu lesen – und auch eine, wie ich finde, wichtige Passage, in der der Autor auf Kritik an seinem Projekt reagiert.

„Ich möchte aber betonen, dass dieses Buch kein Spendenaufruf ist, auch wenn ich den Witz mal auf Facebook gebracht habe. Ebenso wenig ist es ein Hilfeschrei oder Mitleidsgesuch. Es ist wohl am ehesten eine Art Reality-TV in Form eines eBooks. Ihr könnt euch daran ergötzen oder angewidert wegschauen, wie auch immer. Der Text soll euch auf irgendeine Art unterhalten. Sei es, weil es euch viel besser geht, ihr viel schlauer als ich seid, oder weil es euch ähnlich geht und ihr euch in ein paar Dingen wiederfindet. Ich weiß es nicht.“

Dieser Absatz stimmt mich sehr viel positiver, als ich zuletzt aus dem Text ging. Mir war im ersten großen Teil von „Ü30“ nicht klar, mit welcher letztendlichen Motivation man einen derart persönlichen Teil seines Lebens der Öffentlichkeit darbieten möchte. „Spendenaufruf, Hilfeschrei, Mitleidsgesuch“ treffen es ziemlich genau, und da ist immer noch ein großer Widerwillen in mir, der mir sagt: „Ich verstehe vollkommen, warum man mit sich und seiner unmittelbaren Umwelt auf diese Art, einen Text zu schreiben, ins Reine kommen will. Aber der ganzen Welt erzählen, wie doof man sich vorkommt und wie sehr man gescheitert ist – Kann das den gewünschten Effekt überhaupt haben?“ Oder ist es eine weitere Ausprägung dessen, was Stephan selbst so beschreibt:

„Meine geheime Superheldenkraft ist, dass ich nur mich selbst sabotiere.“

Ja. Hoffen wir, dass Stephan sich mit „Ü30“ nicht ein weiteres Mal selbst sabotiert …

So, jetzt aber genug der harten Worte. Ich habe immer das Gefühl, erst einmal auf die Finger klopfen zu müssen, bevor ich auch etwas Nettes sagen darf. Pädagogischer Auftrag und freundschaftliches Verbundenheitsgefühl und so. Das erste Update hat einen deutlichen Unterton von Aufbruchsstimmung, und das ist für Autor und Leser beiderseits sehr beflügelnd. Auch wenn wieder eher auf die düsteren Ereignisse Bezug genommen wird: Bei der Buchmesse im März stehen außer ein paar Hardcore-Fans und Unterstützern kaum Interessierte am Signierstand (Ich wasche meine Hände in Unschuld – Ich war da! :-) ), die Beziehung mit der Freundin ist endgültig dahin und daran anschließend eine Wohnungssuche nur semi-erfolgreich.

Stephan R. Bellem auf der Buchmesse Leipzig 2012 (c) Sascha Vennemann

Aber dann sind da noch Lichtblicke, wie das Schwenk-Grill-Event zur Buchmesse mit befreundeten Literaten, die Aussicht auf die Weiterentwicklung eines Konzepts für einen neuen Verlag und die Einsicht, dass ein anderer, neuer Job, möglicherweise in einer anderen, neuen Stadt vielleicht doch keine so schlechte Alternative sind. Und dass der Traum, Schriftsteller zu sein, sich vielleicht eben auch dann verwirklichen lässt, wenn man ihn nebenbei lebt.

Aus dem „Alles ist scheiße, aber ich versuche klarzukommen“ ist ein „Alles ist immer noch scheiße, aber es kann besser werden. Das ist es, was ich jetzt sehen kann und was ich erreichen möchte“ geworden. Aus der Resignation wird nach dem Tiefpunkt die Energie für den Aufbruch, und sei es auf noch so geringem Level. Aus dem aus allen Lautsprechern dröhnenden Trauermarsch ist ein rocky-eskes „Eye of the Tiger“ auf Flüsterlautstärke geworden. Und wer kann das nicht ab und zu gebrauchen?

Also: Wer das eBook schon besitzt, kann sich hier im Blog bei Stephan R. Bellem durchlesen, wie er an das kostenlose Update gelangt. Für alle Neukäufer gibt’s das Update bereits inklusive.

Stephan R. Bellem: „Ü30 – Und immer noch Pickel“ bei amazon.de (Afilliate Link)

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Seitensprünge 013 – Netzcafé zum Runterspülen

Intercafés. Im Zeitalter der Smartphones und des tragbaren Netzes werden sie immer rarer, aber es gab eine Zeit, in der war man froh, dass es sie gab. Nun ja, nicht immer. Es gab und gibt da natürlich Ausnahmen, und genau davon handelt die Ausgabe Nr. 13 des „Seitensprünge“-Podcast, mit einem Text aus dem Juli/August 2008. Zu der Zeit war ich viel unterwegs und erinnere mich noch an ein besonders schmieriges Etablissement, das ich während meines Praktikums beim Bastei-Verlag in Bergisch-Gladbach nutzen musste. Der „Netzcafé zum Runterspülen“ ist eindeutig von wahren Begebenheiten beeinflusst. True Story und so.

Ach ja, hab ich natürlich im Podcast selbst vergessen zu erwähnen: NEU ist der Twitter-Account für die “Seitensprünge” – Werdet Follower und bleibt auf dem Laufenden!
http://twitter.com/Seiten_Spruenge

Ansonsten werde ich langsam wieder gesund, singe sogar einen Satz in der aktuellen Ausgabe und empfehle zum (Nach-)Hören die Republica 2012-Berichterstattung der Kollegen vom “Anyca.st” und von den “Wikigeeks”.

Viel Spaß beim Lauschen!
Länge: 5:43 Min. / Größe: 7,87 MB

Hier ist der Stream:


Und hier ist der Download:
Seitensprünge 013 – Netzcafé zum Runterspülen

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Seitensprünge 012 – Private Digitale Evolution

Wieder ausgegraben …

Hmm, irgendwie schon witzig: Ausgabe Nr. 12 der „Seitensprünge“ befasst sich mit privater Datenarchäologie. Der Text mit dem Titel „Private Digitale Evolution“ stammt aus dem Juli 2005 und ist damit fast so alt wie es die von mir wiederentdeckten Backup-Dateien, von denen ich in dem Artikel spreche, damals waren. Überhaupt: Ich glaube, das ist der älteste, noch erhaltene „Seitensprünge“-Text, den ich noch auftreiben konnte.
Im Vorgeplänkel gibt es zwei Tipps von mir:

Viel Spaß beim Lauschen!
Länge: 5:52 Min. / Größe: 8,07 MB

Hier ist der Stream:


Und hier ist der Download:
Seitensprünge 012 – Private Digitale Evolution

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Tagebuch eines Spiegelbildes

Zu Stephan R. Bellems Live-Biographie „Ü30 – Und immer noch Pickel“

Cover "Stephan R. Bellem - Ü30 - Und immer noch Pickel"

Der 24. April 2012 ist ein seltsamer Tag, an dem gleich drei Dinge geschahen, die für mich als Autor und Leser relevant sind: Erstens ist mein neuester Maddrax-Roman (Band 320 – „Die Schlacht von Dapur“, zusammen mit Christian Schwarz) erschienen. Zweitens wurde der von mir schon sehnlichst erwartete neue „Schwarze Turm“-Roman von Stephen King, „The wind through the keyhole“ veröffentlicht, und ich bin dank einer Facebook-Aktion auf dem Mosaik-Cover der englischen Hardcoverausgabe zu finden. Drittens, und darum geht es hier, erscheint der erste Teil des neuen Buches von Stephan R. Bellem. Eine Live-Biographie, die sich noch bis September 2012 alle paar Wochen erweitern wird und deren Updates die Käufer des nur als Ebook erhältlichen Textes kostenlos immer wieder nachgeliefert bekommen. Das bisherige Fragment umfasst die Monate September 2011 bis ca. Februar 2012. Und in vielerlei Hinsicht ist es spannender als jeder Roman es sein könnte. Denn das hier, das ist die Realität.

Ich kenne Stephan R. Bellem, seit dem er Bücher veröffentlicht. Als ich 2006 im Bielefelder TIPS-Verlag und dort vor allem in der Redaktion des Stadtmagazins BIELEFELDER ein mehrmonatiges Praktikum machte, legte mir der Chefredakteur zur Rezension ein Buch namens „Tharador – Die Chroniken des Paladins“ auf den Tisch, da er wusste, dass ich mich für Fantasy interessierte. Der damals noch nicht bei Ueberreuter angeschlossene und heutzutage nicht mal mehr als Label fungierende österreichische „Otherworld“-Verlag unter der Regie von Michael Krug versorgte die Redaktion damals regelmäßig mit Rezensionsexemplaren. Also las ich das Buch. Und auch alle anderen von Stephan R. Bellem, die folgen sollten. Ich besprach „Tharador“ in BIELEFELDER, weitere Bücher beim „Geisterspiegel“, die aktuellsten im „VIRUS“-Magazine. Wir lernten uns kennen, auf der Leipziger Buchmesse, wir mailen, wir haben Kontakt bei Facebook. Und ich habe immer zugegebenermaßen etwas bewundernd zu ihm aufgesehen. Denn während ich – zwar regelmäßig und mit großer Freude – Romane für den phantastischen Heftbereich schrieb, brachte Stephan richtige Taschenbücher in einem großen Verlag heraus. Das war schon eine Stufe „etablierter“. Er hatte eine Agentur und richtige Verträge mit Laufzeiten über Monate und wurde nicht – wie ich – nur für einen komplett fertigen Text bezahlt. Das war etwas, womit er mir ein bisschen auch als Vorbild – und auch als Spiegelbild – dienen konnte.

Stephan R. Bellem ist – wie ich – Jahrgang 1981, er hat – wie ich – Soziologie studiert und er schreibt – wie ich – phantastische Geschichten. Das sind drei wesentliche Dinge, die mich zum perfekten Zielpublikum für seine nun erschienene Live-Biographie machen. Hier schreibt Stephan mit einer schonungslosen, zum Teil beschämenden, selten witzigen, lächerlichen und sympathischen Ehrlichkeit (ja, das mag auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, aber es ist so) über die ersten Monate seines Ü30-Daseins. Und macht sich damit (wie er wiederholt im Text selbst betont) nicht zu einem Helden, wenn er sich auch selbst darstellt. Nackt, auf dem Klo sitzend, Seelenstriptease, dass es fast wehtut und dass man sich unwillkürlich fragt: „Muss das sein?“ Nein, muss es nicht. Aber es ist in Ordnung, und ich werde es lesen, auch wenn es mir Angst macht und mich im gleichen Augenblick besser fühlen lässt. Das ist gemein, aber da ist jemand, der ist so ähnlich wie ich, aber auch irgendwie nicht, und dem geht es offenbar richtig mies. Und zwar so richtig, wenn ich das von meinem persönlichen Standpunkt aus beurteile.

Während ich gefühlt in der leider immer noch nicht so richtig gesellschaftlich angesehenen Heftroman-Autoren-Ecke herumdümple, die als nicht so richtig gut bezahlt gilt und schon gar nicht mit viel Prestige aufwarten kann, dachte ich mir: „Der Bellem, der hat es eigentlich ganz gut mit seiner Taschenbuch-Position!“ Weit gefehlt. Denn der Abgrund, der sich unter dem vermeintlich erfolgreichen Autor auftut, ist gewaltig. 90.000 Euro Schulden aus Studienkrediten und BAföG, ein herzkranker Hund, eine Freundin, die für ein Jahr ins Ausland geht und sich später entschließt, bei ihrer Rückkehr eine eigene Wohnung zu beziehen. Selbsthass, Depressionen, Unsicherheiten, verstörende Amtsgänge. Hartz 4 und Privatinsolvenz. Kurz: Ein großer Haufen Scheiße, auf den der Teufel ja bekanntlich besonders gerne noch einen draufsetzt.

Und plötzlich ertappe ich mich dabei, wie ich mein ehemals gedachtes Spiegelbild gar nicht mehr betrachten möchte. Ich habe keine Schulden, keine Depressionen, kein krankes Haustier, im Moment keine Freundin, die sich von mir trennen könnte. Ich habe wenig bis kein Geld, verdiene nicht genug mit meiner Arbeit, bin aber auch nicht so verbissen dabei, um jeden Preis Autor zu sein. Hier muss ich den Kopf schütteln. Studienkredite außer dem BAföG kamen für mich nie in Frage, ich arbeitete und arbeite nebenbei, im Einzelhandel, bei einer Umzugsfirma, selbstständig als Journalist, Lektor und Korrektor. Knietief im Dispo, aber nie Vierstellig.

„Ü30“ ist ein unglaublich zweischneidiges Schwert. Es ist sehr mutig, so offen und ehrlich über das Scheitern zu sprechen, über ein Scheitern in beinahe allen Lebensbelangen. Es wirkt manchmal etwas überzogen, sich auf diese Weise selbst anzuprangern, darzustellen und zu präsentieren. Nach dem Motto: „Schaut mich an! Ich bin eine arme Sau!“. Klappt aber ganz gut, und als Leser ist man auch immer gerne Voyeur und schaut, was als Nächstes passiert. Soviel zur Leserbindung. Aber es klingt oft auch so, dass sich der Autor gerne selbst reden hört, ja, es regelrecht provoziert, sich angreifbar für Kritik zu machen, eitel Aufmerksamkeit zu erheischen und sich rechtfertigen zu müssen, vor allem vor sich selbst.
Ist das Verwerflich? – Vielleicht.
Ist das unterhaltsam? – Bedingt.
Ist das mutig? – Ja.
Ist es dumm? – Ja, auch das.

Gerade die Position „Ich kann und ich will nichts anderes als Schreiben!“ ist schwierig. Mit abgeschlossener Banklehre und zahllosen anderen Möglichkeiten, irgendwelche Jobs zu machen, wirkt das Beantragen von Hartz 4, um im Schonfrist-Jahr noch einmal die Kurve zu kriegen, schon etwas krass. Ich sehe es ja an mir. Ich schrecke nicht vor körperlich harter Arbeit zurück, habe manchmal sogar den Eindruck, ich brauche das, um den Kopf freizukriegen. Als Ausgleich zum am PC  sitzen und nur mit dem Kopf und seiner Phantasie arbeiten. Und natürlich brauche ich das Geld. Das mehr als alles andere. Hier endet für mich auch das Verständnis für mein – jetzt muss ich es klar so formulieren – EHEMALIGES Vorbild. Es wäre mir nie möglich gewesen, so viele Schulden zu machen. Ich habe keine Gläubiger, die so viel Geld zur Verfügung gehabt hätten. Ich habe zum Glück Eltern, die mich wenn Not am Mann ist, mit Zähneknirschen unterstützen können und dies auch tun, wofür ich ihnen unendlich dankbar bin. Aber zur Not greife ich auch in die Scheiße und putze zehn Stunden täglich Bahnhofstoiletten, bevor ich mich in die Gefahr einer Privatinsolvenz begebe. Das ist für mich ein Albtraum, der sicherlich zu meistern ist, mich aber sehr angreifen würde.

Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen wie Stephan in die Lage geraten ist, in der er steckt. Ich lese seine Bücher gerne, auch wenn seine Verkäufe nicht berauschend sind. Ich unterstütze ihn nach Kräften mit Rezensionen und Empfehlungen. Ich bin gerne kollegial mit ihm befreundet und wechsle private Worte mit ihm. Das haben wir in der Vergangenheit getan und werden es wieder tun, da bin ich mir sicher. Ob er sich mit „Ü30“ einen Gefallen getan hat, das bleibt abzuwarten. Es ist ein Schritt, aber ob es der rettende ist oder der, der einem das Genick bricht … Schwer zu sagen. Und auch wenn er darauf hofft, dass sein Buch den ihm eigenen Humor transportiert, so tut es das nur bedingt. Ein amüsanter Fatalismus klingt anders. So muss selbst ich meinem Spiegelbild kopfschüttelnd zusehen, mit einer Mischung aus traurig gemurmeltem „Du armer, armer Junge!“, über dem Kopf zusammengeschlagenen Händen „Wie hat man das nicht kommen sehen oder verdrängen können?“ und einem stoischen „Bist du vielleicht selber Schuld?“. Und der erschreckenden Erkenntnis, dass man eigentlich nicht so sein möchte, es aber vielleicht in Teilen schon ist.

Ich mag Stephan, trotz allem. Ich wünsche ihm alles Gute und werde „Ü30“ lesen. Ihm und mir zuliebe. Könnt ihr auch tun, für nicht einmal 4 Euro als Ebook. Ich kann euch aber nicht versprechen, dass ihr euch danach nicht fühlt, wie jemand, der einem Bettler ein paar Groschen in den Hut wirft. Diese Mischung aus Hilflosigkeit, Mitleid und Wut ist schwer zu beschreiben. Mir persönlich bleibt die Gewissheit, dass auch wenn bei mir nicht immer alles rund läuft, ich noch ziemlich gut dran bin. Auch wenn ich diese Erkenntnis ehrlich gesagt lieber auf einem anderen Wege erlangt hätte …

„Stephan R. Bellem – Ü30 und immer noch Pickel“ (mKrug Verlag) für Kindle– Bei Amazon für 3,99 Euro.

© Sascha Vennemann, 25.04.2012

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Seitensprünge 011 – Pacman goes to Hollywood

Mit einer Woche erkältungsbedingter Verspätung folgt, äh, Folge Nummer 11 der „Seitensprünge“. Thema diesmal: Computerspielverfilmungen! Das passt gerade ja so schön, weil „Battleship“ bei uns angelaufen ist und auch ich den Text, der diesmal aus dem Dezember 2005 stammt, noch nebst anderer älterer Ausgaben auf meiner Festplatte gefunden habe. Freut euch demnächst also sogar auf Texte, die noch von 2004 und von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie noch habe. :-)

Natürlich sind ein paar Angaben im Text nicht mehr up to date. „Resident Evil“ zum Beispiel geht als Film demnächst schon in die sechste Runde, und aus der geplanten Fortsetzung zum „Doom“-Franchise als Film wurde bislang – ebenso wie aus dem Myst-Film – nichts.
Repräsentativ für die genannten Filme diesmal nur ein Link zur Extended Cut-DVD des Doom-Films, den entsprechenden Trailer und die Vorschau auf „Schiffe Versenken – Der Film“ … :-)

Trailer “Doom”:

Trailer “Battleship”:

Viel Spaß beim Lauschen!
Länge: 5:14 Min. / Größe: 7,20 MB

Hier ist der Stream:


Und hier ist der Download:
Seitensprünge 011 – Pacman goes to Hollywood

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