Fundstücke, Fragmente und Fragen – Teil 1

Warum ich gerne fremde Zettel lese…

Ja, ich bin neugierig. Nicht die schlechteste Eigenschaft für einen Schriftsteller, möchte man meinen. Immer, wenn ich irgendwo einen herrenlosen Zettel liegen sehe, den möglicherweise jemand verloren hat, verspüre ich das unbändige Bedürfnis, ihn an mich zu nehmen, auseinanderzufalten und nachzusehen, was ich da entdecke. Ich habe beschlossen, wenn ich wieder einmal interessante Dinge gefunden habe, sie hier zu präsentieren.

Voilà, Fundstück Nr. 1:

Hauptsache Körner!

Hauptsache Körner!

Diesen kleinen Einkaufszettel habe ich der Nähe meiner Haustür gefunden. Was mich daran so fasziniert ist, dass die Autorin oder der Autor das Wort „Croissant“ abenteuerlich uminterpretiert und ihr oder ihm zusätzlich offensichtlich das Wort „Kürbiskernbrötchen“ nicht eingefallen ist. Also, weder „Brötchen“, noch „Kürbiskern“. Die Umschreibung dafür ist aber sehr gelungen. 😀 Ich will aber mal fair bleiben: Vor dem ersten Kaffee des Tages kann das schonmal passieren…

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Gelesen: „John Sinclair – Im Nachtclub der Vampire“

Von einem unvorteilhaft gealterten Klassiker

Vor über einem Jahr hatte mein alter Ebook-Reader den Geist aufgegeben, und zu Weihnachten hat mir die Liebste ein neues Modell geschenkt: einen Tolino Page. Um das Gerät mal ausgiebig zu testen – und ich muss sagen, ich bin recht angetan davon -, habe ich mal in meinen Archiven ungelesener digitaler Bücher gewühlt und eine Epub-Variante des ersten, in der eigenständigen Serie erschienenen John Sinclair-Romans „Im Nachtclub der Vampire“ gefunden. Da ich seit der Jubiläumsnummer 2000 mit Vergnügen die nachfolgenden Romane gelesen habe, dachte ich, schaue ich mir doch mal die Anfänge an. Dass ich zu den Jubiläumsnummern immer mal wieder in die Serie reingelesen habe, ist auch kein Geheimnis, schließlich habe ich dazu ja auch mal einen Podcast veröffentlicht. Also war ich doch einigermaßen gespannt…

„John Sinclair – Im Nachtclub der Vampire“
(c) Bastei-Lübbe Verlag

„Im Nachtclub der Vampire“ erschien vor beinahe 38 Jahren (am 17.01.1978) und ist leider nicht sehr vorteilhaft gealtert. Was damals schon trashig gewesen sein muss, ist es heute doppelt. Allein wie die attraktiven Vampirinnen, die den Nachtclub SHOCKING PALACE betreiben, beschrieben werden, grenzt an sexuelle Diskriminierung – was ein durchaus mieses Licht darauf wirft, was man(n) früher vielleicht gerne gelesen hat. Ich selbst wurde etwa drei Jahre später geboren und habe zum Glück ein etwas anderes Frauenbild mitbekommen. John Sinclair agiert hier noch nicht in der Ich-Perspektive – was ich überaus angenehm finde. Dieses Stilmittel, aus der ersten Person heraus zu schreiben, finde ich in den wenigsten Fällen gelungen. Zwar ist man nahe an der Figur, aber auch recht eingeschränkt und kann sich leicht verzetteln. Apropos verzetteln: Viele Passagen drehen sich in diesem Roman um London, insbesondere Soho und was dort so los ist. Über weite Strecken liest sich das wie ein mit Klischees vollgestopfter Reiseführer. Ich wollte eigentlich einen „Spannungsroman“ lesen, aber das Erkunden der Großstadt auf diese Weise war sicher für den deutschen Leser Ende der 1970er spannender als für mich. Damals kam man als Jugendlicher wahrscheinlich nicht so leicht nach London, wie es heute möglich wäre. Dass John raucht wie ein Schlot, na gut. So waren Helden damals; Quarzende Cowboys, schmauchende Kommissare. Zeitgeist, ick hör‘ dir trapsen! Kurios muten die Anglizismen an, die wohl ebenfalls als Zeichen der Exotik eingestreut sind. Da trifft man sich im „Livingroom“, John ruft „Come in!“ usw. – Yeah, cool! Und immer sind die Rocker die Bösen. Sie pöbeln grundsätzlich und werden handgreiflich, jeder Typ in Soho ist generell ein potenzieller Zuhälter oder Vergewaltiger. Super. Alles Schweine außer Johnny, schon klar. Zusammen mit dem bereits oben kritisierten Frauenbild im Romaneinstieg ist das wirklich übel, zumal da leider keinerlei ironische Überhöhung erkennbar ist. Wie gesagt, ich bin dazu übergegangen, da nicht zu sehr drüber nachzudenken, und es als Trash zu betrachten. Dann ist das vertretbar – ansonsten heutzutage absolut nicht mehr zeitgemäß.

Was mich aber überrascht hat, ist, dass der Roman gar nicht mal so weit von dem entfernt ist, was Jason Dark heute schreibt. Die teils sinnentleerten, knappen Dialoge, sind auch hier schon zu erkennen. Die Satzstruktur ist hier ebenfalls simpel, wenn auch nicht so übel zusammengeklöppelt wie in manchem Spätwerk der Bände kurz vor dem 2000er-Roman. Und: Hier gab es noch einigermaßen schöne Ideen. Der Nachtclub mit Särgen als Sitzgelegenheiten, in denen man die Toten verstauen kann – das ist schon einigermaßen witzig. Ich kenne mich mit John Sinclair beileibe nicht gut genug aus, um zu wissen, wann die Hochzeit der Serie anzusetzen ist, aber ich meine mich zu erinnern, dass diese so in den mittleren Hunderterbänden gelegen haben muss. Zumindest was die Diskussionen im Fandom angeht, aber nagelt mich nicht darauf fest.

Wie dem auch sei: Insgesamt hatte ich gehofft, ich sähe hier in diesem Roman-Klassiker, der ersten, eigenständigen Nummer von „John Sinclair“, einmal ein bisschen das durchblitzen, was viele Leser der ersten und zweiten Stunde an dem Geisterjäger und dem dazu gehörenden Universum so fasziniert hat. Im „Nachtclub der Vampire“ habe ich es für mich leider nicht gefunden.

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MADDRAX-Adventskalender 2016 – Türchen 24

Mordpol

Ein MADDRAX-Weihnachtsroman in 24 Teilen

Der MADDRAX-Adventskalender - Jeden Tag ein weiteres Kapitel! (c) Bastei Verlag

Der MADDRAX-Adventskalender – Jeden Tag ein weiteres Kapitel!
(c) Bastei Verlag

24. Kapitel

„Ho ho hoooo!“, brüllte Santa Graus. Das Schlagen der Uhr hatte ihn um einen weiteren Meter wachsen lassen. Dies war seine Stunde; in der Kritzmessnacht fühlte er sich unbesiegbar. Und auch seine verbliebenen Schergen fassten neuen Mut und rückten in breiter Front auf den Osterhasen zu.

Der tupfte sich mit dem Daumen der Linken über den Nasenflügel und winkte die Gegner mit der gestreckten rechten Pfote näher. Und noch während Matt sich wunderte, woher ein Hase Daumen hatte, schien Easter Bunny regelrecht zu explodieren.

Mit einem „Eieieieieiiiii!“ katapultierte er sich vorwärts. Lebkuchen­bröckchen wirbelten auf, als es die Restgarde zerbröselte. Kaum konnten Matt, Aruula und Sepp den Bewegungen folgen.

Der Weihnachtstyrann konterte mit einer vollen Breitseite Printen; mit einer Aachener Kombination deckte er den Osterhasen ein, dass dieser zur Seite flog.

„Jetzt hast du mich richtig wütend gemacht!“, knirschte das monströse Langohr und rappelte sich auf alle Viere. Der Eierkorb auf seinem Rücken deutete genau auf Santa Graus – und eine Zehntelsekunde später löste sich ein Russisches Sol-Ei mit Warp 2 daraus und zischte auf Santa zu. Der wehrte es gedankenschnell mit einer Zuckerstange ab. Die drei Gefährten duckten sich, als das Geschoss Funken sprühend über ihre Köpfe hinweg flog und das Tor zur Grotte in Myriaden Splitter sprengte.

Rauch wölkte auf und füllte den Raum.

Und auf der Schwelle glomm ein rotes Licht auf!

Als der Donner verklang und die Schwaden sich verzogen, stieß Santa Graus ein Stöhnen aus. Matt traute seinen Augen nicht. Sepp schluckte schwer. Und Aruula stieß ein jauchzendes „Süüüüüüß!“ aus.

Auf den Überresten der zerstörten Tür stand ein Rehkitz!

Genauer gesagt: ein RenDhark-Kitz!

Noch genauer: ein RenDhark-Kitz mit leuchtend roter Nase!

„Ruu’doff!“ Der Ausruf des Tyrannen war wenig mehr als ein Flüstern. „Wer… hat dich denn rausgelassen…?“ Seine Stimme versagte.

Der Kehle des Kitzes entrang sich ein Grollen, das geradewegs aus der Hölle zu kommen schien.

„Was ist denn mit dem Kleinen?“, fragte Aruula arglos.

„Da-da-das is-is-ist Ru-Ru-Ruu’doff!“, stammelte Sepp Nüssli. Er schluckte schwer. „Es heißt, dass nur das Geschirr des Kritzmessschlittens ihn bändigen kann. Freigelassen ist er schlimmer als… als“, er suchte nach Worten, „… als ein Absinken des Dow-Jones-Index beim Schwyzer Fränkli um mehr als 100 Zähler.“

„Wow!“, entfuhr es Matt. „Doch so schlimm?!“

Für geistreichere Kommentare blieb keine Zeit. Mit einem Brüllen sprang das RenDhark-Kitz vorwärts. Heiße Glut stob aus seinen Nüstern, und die Augen blitzten wie zu lange geröstete Maronen.

„Zu Boden!“, stieß Matt geistesgegenwärtig hervor. Sie warfen sich nieder, und Ruu’doff fegte über sie hinweg. Geradewegs auf die beiden Feiertagstitanten zu!

Santa Graus und Easter Bunny hatten keine Chance.

Schon hing das Kitz an ihrer beider Kehlen, zerfetzte ihnen mit scharfen Hufen den Wanst und bohrte ihnen die niedlichen kleinen Geweihspitzen tief in den Allerwertesten.

„Was für eine Bescherung!“, ächzte Santa Graus noch, bevor sein Blutsackleib aufriss und er das Zeitliche segnete.

„Ach du dickes Ei!“, stimmte der Osterhase zu, bevor es auch ihn in viele kleine Haarbüschel zerlegte.

Noch bevor der Kampf richtig begonnen hatte, war er schon wieder zu Ende. Schnaubend, das Maul voller Sackleinen und Fell, stand Ruu’doff da. Seine rote Nase leuchtete noch greller. Wie Lava tropfte es daraus hervor und brannte Löcher ins Parkett. Und dann richtete sich sein kohlenschwarzer Blick auf unsere Helden…

„Okaaaaay“, sagte Matt und erhob sich ganz vorsichtig. „Wir sollten sehen, dass wir schleunigst… Aruula! Was tust du?!“

Mit entschlossenen Schritten ging die Barbarin geradewegs auf das Kitz zu und nestelte dabei an einem Säckchen, das sie am Gürtel um die Hüfte trug.

„Aruula! Bist du wahnsinnig?!“

Sie schien Matt gar nicht zu hören. Mit spitzen Fingern zog sie eine kleine verkorkte Flasche aus dem Beutel, in dem sie auch die Farben für ihre Körperzeichnungen transportierte. „Du armes, armes Tierchen“, sprach sie dabei beruhigend auf die Bestie ein. „Ganz ein schlimmes Näschen hast du da. Tut höllisch weh, nicht wahr? Das kann einen ganz schön wuschig machen. Aber warte nur, Aruula hat ein Mittel dagegen.“

Damit entkorkte sie das Fläschchen, trat dicht an das schnaubende Kitz heran – und rieb dessen rotglühende Nase mit einer duftenden Salbe ein.

Es zischte vernehmlich – und Ruu’doffs Blick verklärte sich. Seine Nase wechselte von Rot zu Braun und von Braun zu Schwarz, und mit einem letzten Nießer klatschte ein Viertelpfund Rotz auf den Boden.

„Na also.“ Aruula kraulte dem RenDhark-Tier das Nackenfell. „Jetzt kannst du wieder frei durchatmen.“ Ruu’doff schmiegte sich an sie und schnurrte behaglich.

Nur eine Stunde später brachen Matthew Drax und Aruula auf. Sie hatten Santa Graus‘ Schlitten annektiert und Ruu’doff davor gespannt. Der Weiterreise nach Edmonton stand somit nichts mehr im Wege.

Die Bewohner von Polarstadt waren vom Tyrannen befreit, die Schauerlichen Schergen gegessen (und das wortwörtlich), und Sepp hatte sich bereit erklärt, noch ein Weilchen zu bleiben, um den wahren Geist der Weihnacht und des Osterfestes zu verbreiten. Und obwohl Matt seine Zweifel daran hegte, dass der kleptomanische Meisterspion jenen Geist selbst verinnerlicht hatte, tröstete er sich mit dem Gedanken, dass es schlimmer als zu seiner Zeit kaum werden konnte, als beide Feste eher Kommerzschlachten denn Feierlichkeiten glichen.

Blieben nur noch die Geschenke auf Santas Schlitten…

„Weißt du was?“, fragte Aruula mit leuchtenden Augen. „Die verteilen wir an alle MADDRAX-Fans, die sich diesen Blödsinn 24 Kapitel lang reingezogen haben!“

Matt sah sie irritiert an. „Wovon redest du?“

Aruula stutzte. „Keine Ahnung“, frohlockte sie dann, riss das erste Geschenk auf: „Guck mal – eine kleine Kristallpalme!“ und griff gleich nach dem nächsten.

Ihrer beider Jauchzen klang noch lange durch die stille, friedliche Weihnachtsnacht…

ENDE

Autor: Michael Schönenbröcher

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MADDRAX-Adventskalender 2016 – Türchen 23

Mordpol

Ein MADDRAX-Weihnachtsroman in 24 Teilen

Der MADDRAX-Adventskalender - Jeden Tag ein weiteres Kapitel! (c) Bastei Verlag

Der MADDRAX-Adventskalender – Jeden Tag ein weiteres Kapitel!
(c) Bastei Verlag

23. Kapitel

„Lof! Mapff fon!“, nuschelte der überraschend zahnlose Rev’rend und versetzte Matt einen Stoß in den Rücken.

„Ich geh ja schon.“ Matt rutschte auf der breiten Schokoladenspur aus, fing sich aber sofort wieder. Er verzog das Gesicht, als die Fesseln tief in seine Handgelenke schnitten.

Vor ihm endete der breite, kakaodunkle Gang in einer von Fackeln erleuchteten Grotte. Matt hörte das rhythmische Stampfen gewaltiger Maschinen. Warme Luft wehte in den Gang und brachte zartbitteren Schokoladengeruch mit sich. Hinter ihm stöhnte Aruula leise, als der Geruch den Gedanken an Nahrungsaufnahme weckte. „Schon gut“, sagte er. „Man will uns umbringen, nicht mästen.“

„Wudan sei Dank“, antwortete sie erleichtert.

„Halpfs Maul, geht fneller!“ Ein weiterer Stoß trieb Matt in die Grotte hinein.

Er wollte sich beschweren, doch dann fiel sein Blick auf das, was vor ihm geschah. Unwillkürlich hielt er den Atem an.

Ein knappes Dutzend Lebkuchenmänner umringten die Schokoladen­skulptur der East’R’Bunn, schoben sie auf einen schwarzen Kessel zu, der so riesig war, dass man ganze Bäume benutzte, um ihn von unten zu heizen. Etwas dampfte darin.

„Was ist das?“, fragte Aruula.

Matt schluckte.

„Ein warmes Wasserbad“, sagte er rau. „Wie grausam.“

Die Sekunden des Schokohasen waren gezählt. Die Schergen wuchteten ihn ächzend über den Rand und ließen ihn in den Kessel gleiten. Die Glocke um seinen Hals klingelte einmal leise, beinahe traurig, dann schlug das Wasser über ihm zusammen.

Sepp wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. „Da geht ein wahrer Held“, sagte er.

„Held?!“ Santa Graus‘ Stimme ließ Matt zusammenzucken. Die massige Gestalt schob sich an ihm und den anderen Gefangenen vorbei ins Innere der Grotte. „Das war kein Held. Helden tragen ihre Eier nicht in Körben, sondern hier.“ Er holte aus, um sich zwischen die Beine zu greifen, aber seine Hände wurden von seinem aufgedunsenen Wanst gestoppt.

„Maddrax?“, fragte Aruula verwirrt. „Warum tragen Helden ihre Eier im Bauchnabel? Sind sie da sicherer?“

„Halpf Maul!“ Der Rev’rend hob die Faust. Matt machte einen Schritt vor, um sich zwischen ihn und Aruula zu stellen.

„Hey, Fettflöckchen!“ Die dunkle Stimme hallte durch die Grotte. „Ich werde dir eine lamettern, dass du die Glocken klingen hörst!“

Matt drehte sich um und traute seinen Augen nicht…

… als sich ein riesiger grauweißer Hase aus dem Kessel erhob! Wasser und Schokolade tropften aus seinem Fell.

„Easter Bunny.“ Sepp Nüsslis Stimme war ein ehrfurchtsvolles Flüstern. „Wie ist das…“

Möglich, hatte er wohl fragen wollen, doch die Antwort lag auf der Hand. Die Rebellen mussten alles von Anfang an geplant haben. Unter der Schokoladenschicht hatte sich der wahre Osterhase verborgen – und Santa Graus hatte seinen Erzfeind höchstselbst in die Höhle des Löwen schaffen lassen. Jetzt stand er seinem erbitterten Rivalen gegenüber, während sich seine Truppen an der Lamettastraße Ecke Glöckchengasse den Honighintern abfroren.

„Ich kann deine Eier gar nicht sehen“, sagte der Riesenhase mit bösem Grinsen und ballte die Pfoten. „Dann muss ich wohl deinen Kopf anmalen… nachdem ich ihn ausgeblasen habe.“

Santa Graus nickte knapp. Die wenigen verbliebenen Lebkuchenmänner ließen die Gefangenen stehen und bezogen in Zweierreihen zwischen ihm und dem Osterhasen Stellung.

„Schnell“, flüsterte Matt Aruula zu und hielt ihr seine gefesselten Hände hin. „Hilf mir.“

Aus den Augenwinkeln sah er, wie der Osterhase mit einem Satz aus dem Wasserbad sprang. Auf den Hinterläufen tänzelnd, hob er die Vorderpfoten vors Gesicht. „Uaaahhh“, flötete Easter Bunny durch seine großen Schneidezähne. „Uhh, uhii.“

Der letzte Laut war noch nicht verhallt, da schossen seine Hinterläufe vor und zerschmetterten die erste Reihe der Lebkuchenmänner, als bestünden sie aus Esspapier. Die riesigen Füße trommelten über den Boden, traten, schlugen und verwandelten die Soldaten in Krümel. Die restlichen übten sich in gepflegtem Rückzug. Dann stand der Osterhase auch schon tänzelnd vor Santa Graus.

Matt pfiff anerkennend. Ziemlich krasser Kickboxer, dieser Hase, dachte er. Das überraschte ihn auch nicht besonders. Schließlich handelte es sich um den Easter, nicht um den Wester Bunny.

„Auf diesen Eiertanz kann ich verzichten“, brüllte der Kritzmesstyrann wütend. „Kämpfe wie ein echter Hase!“

Easter Bunny neigte den Kopf. „Wie du willst, Rotröckchen.“

Matt sah, wie er die Muskeln anspannte und tief durchatmete. Santa Graus aß einen Dominostein und hob die Fäuste. Eine voluminöse Standuhr in einer Ecke begann dumpf zu schlagen.

Mitternacht! Der 24. Dezember brach an. Und der Kampf der Feiertagstitanen begann…

Autorin: Claudia Kern

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MADDRAX-Adventskalender 2016 – Türchen 22

Mordpol

Ein MADDRAX-Weihnachtsroman in 24 Teilen

Der MADDRAX-Adventskalender - Jeden Tag ein weiteres Kapitel! (c) Bastei Verlag

Der MADDRAX-Adventskalender – Jeden Tag ein weiteres Kapitel!
(c) Bastei Verlag

22. Kapitel

„Na, was hab ich euch gesagt? Niemand hier!“ Triumphierend blickte Matthew Drax in die Runde, aber niemand hörte ihm zu. Nachdem Aruula und Sepp Nüssli erfasst hatten, dass der Zuckerwerkpalast des Kritzmesstyrannen verwaist war, hatten sie sich auf die Bar gestürzt, beziehungsweise auf die Flaschen darauf, gefüllt mit bitterscharfem Kräuterbrünnli und 45-prozentigem Absinthus Verde.

„Mein Sodbrennen bringt mich um“, seufzte Aruula und streichelte sich den von der Mastkur immer noch geschwollenen Bauch, in den soeben ein Cocktail aus beiden Verdauungsbränden rann.

„Gopferdammi, schmeckt das guut“, stöhnte Sepp Nüssli, und sein blaugefrorenes Riechorgan nahm eine rosige Tönung an. „Ich hab schon gedacht, mein letztes Stündli hätt geschlagen in der Kälte da draußen…“

Matt rümpfte die Nase. Die Luft war alkoholgeschwängert. Vereinzelt lagen ein paar schnarchende Rauschgoldengel herum, die ihrem Namen alle Ehre machten. Der Rest der Gesellschaft war tatsächlich zur Jagd auf die Fremden aufgebrochen.

„Kommt schon!“, drängte Matthew. „Wir müssen uns beeilen, wenn unser Plan Erfolg haben soll!“

Leicht schwankend folgten Aruula und Sepp Nüssli.

„Wo willste den Schokohasen denn finden?“, fragte die wackere Barbarin, der soeben bewusst wurde, dass sie ja eigentlich gar keinen Alkohol vertrug. Zu spät…

„Wo versteckt man wertvolle Dinge?“, erwiderte Matt und tippte sich gegen die Nase.

„Unter Dielenbrettern?“, schlug Sepp vor.

„Innem… hupps… hohlen Baum?“, überlegte Aruula.

„Da schaut doch jeder als erstes nach!“, winkte Matt ab. „Hier ist detektivische Feinarbeit gefragt! Äh… vielleicht wecken wir eine der Alkoholleichen und fragen… Moooment!“ Er unterbrach sich und deutete auf die Marmorfliesen – auf denen sich quer durch den Saal eine breite Schokoladen-Schleifspur zog!

„Das ist keine Feinarbeit – das ist einfach nur Schwein gehabt!“, moserte Sepp, weil er als Meisterspion so offensichtlich versagt hatte.

„Los, mir nach!“, triumphierte Matt. „Ihr werdet sehen, gleich haben wir ihn!“

Angespornt von Matts Enthusiasmus, liefen Aruula und Sepp hinter ihm her, durch eine hohe Tür in den nächsten, stockdunkel daliegenden Saal, wo gewiss das Heiligtum der East’R’Bunn auf sie wartete.

Sie hatten kaum die Schwelle überschritten, als sie erkennen mussten, dass tatsächlich jemand auf sie wartete. Allerdings kein titanischer Schokoladenosterhase.

„Kann ich euch helfen?“, erklang eine dröhnende Stimme vor ihnen, während tausend Lichtergirlanden aufflammten und sie blendeten.

Matt, Aruula und Sepp blinzelten. Hinter ihnen fiel donnernd die Tür ins Schloss.

Santa Graus leibhaftig stand vor ihnen, mehr als drei Meter hoch und voluminöser als je zuvor. Unter seinem weiten Mantel kamen ein Guul, ein Rev’rend und eine Taratze hervor, allesamt klauenreibend und mit mehr oder weniger Zähnen scheußlich grinsend.

Die Grausheiligen! Matt und Aruula hatten die drei schon bei der Erweckungszeremonie kennen gelernt. War das wirklich erst wenige Stunden her?

Matthew Drax gab in so einer aussichtslos scheinenden Situation keineswegs auf. Er war ein Sofortumschalter, seine Reaktionen blitzschnell, sein Wortwitz unerreicht. „Ähm…“

„Ich habe also keinen Mumm, wie?“, brüllte der Kritzmesstyrann den drei Gefährten entgegen. Matt wurde grün im Gesicht, als ihm der verwesende Atem des Schwabbelsacks entgegenschlug, und Aruula bekam einen Schluckauf. „Dachtet ihr etwa, ich falle darauf herein? In diesem Moment sacken meine Schauerlichen Schergen die lächerlichen Reste der East’R’Bunn-Anhänger ein, und auch ihr hoppelt nicht mehr lange!“

Aruula versuchte trotz der übergewichtigen Übermacht noch ihr Schwert zu zücken, aber die hochprozentigen Verdauungsbrände ließen sie taumeln.

Santa Graus winkte den drei Grausheiligen. „Schnappt sie euch! Ab mit ihnen in die Schokoladenfabrik, zusammen mit dem Osterhasen! Schmelzt das garstige Ding ein und macht Schokoladensantagräuse aus ihm!“

„Und wir?“, fragte Sepp zaghaft.

Santa Graus grinste lebkuchenbreit. „Ihr bekommt eine besondere Glasur und werdet mir als Hauptgang serviert! Ho ho hooo!“

Autorin: Susan Schwartz

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MADDRAX-Adventskalender 2016 – Türchen 21

Mordpol

Ein MADDRAX-Weihnachtsroman in 24 Teilen

Der MADDRAX-Adventskalender - Jeden Tag ein weiteres Kapitel! (c) Bastei Verlag

Der MADDRAX-Adventskalender – Jeden Tag ein weiteres Kapitel!
(c) Bastei Verlag

21. Kapitel

Das East’R’Nest war ein ehemaliges Lagerhaus ganz in der Nähe des Palastes, über dem in Leuchtbuchstaben der Schriftzug „Geheimes Waffenlager der East’R’Bunn“ prangte. Matthew Drax fragte sich, ob die Schergen von Santa Graus blind, blöd oder allesamt Analphabeten waren. Wenigstens war am Eingang ein Pappschild „Zutritt nur für Mitglieder und Sympathisanten von East’R’Bunn“ angebracht, sodass sie sich einigermaßen sicher fühlen konnten.

Das Lager war leer. Ausgestorben. Ausgeräumt. Alle Trampelhoppel­hasen, Fauleierwerfer, Strohkorbschläger und Eibläser, deren Integrität und Tapferkeit Sepp Nüssli auf dem Weg hierher in den höchsten Tönen gelobt hatte, waren verschwunden. Einzig ein großes grünes Osternest, offenbar für konspirative Sitzungen gedacht, erhob sich noch in der Mitte des Raumes.

Eine goldumrahmte Werbebroschüre mit der Aufschrift: „Chömmet in’d Schwyz und leget’s Fränkli ah beim Nüssli Sepp, Spürnäsli und Schwarzgeldwäscherli, S.A. (Einlagen erst ab 50.000 Eiern erwünscht)“ wies den Weg des geflüchteten Personals – und ließ in Matt den leisen Verdacht wachsen, dass hier jemand ein klein wenig falschgespielt hatte. Sein Blick wanderte unwillkürlich zu Sepp Nüssli, der sein faltiges Gesichtli zu einem entschuldigenden Grinsen verzog.

„Hab ich ahnen können, dass die Burschen so geldgierig sind?“, druckste er. „Ich kann ja nicht nur immer von mir auf andere schließen…“

„Und wie sollen wir Santa Graus nun entgegentreten?“, fragte Matt. „Nahezu unbewaffnet, ohne Hilfe der East’R’Bunn-Fraktion? Ich wünschte mir, sie hätten uns wenigstens ein paar Wurfeier hiergelassen.“

Aruula winkte ab. „Denk dran, gegen welche Unbillen wir schon bestanden haben. Und bis jetzt ist noch immer alles gut gegangen.“ Nachdenklich ergänzte sie: „Manchmal glaube ich, dass eine höhere Macht über uns wacht. In letzter Zeit träume ich öfters von einem bärtigen vieräugigen Wesen namens Maddmike, das mir leise zuflüsterte: ‚Keine Angst, ich lass dich niemals sterben! Und wenn ich dafür alle Autoren zum Mars jagen und die Serie alleine weiterschreiben müsste!'“

„Ah-ja. Interessant“, entgegnete Matt skeptisch. „Und hat dieser… äh, Maddmike auch über mich geredet?“

„Aber sicher. Er meinte, du sollst dich ein wenig mit mir befassen, sonst verkuppelt er dich mit Lynne Crow.“

„Ich muss mal! Groß!“, meldete sich eins der Kinder zu Wort, die sie im Schlepptau mit hierher genommen hatten, und beendete damit das fruchtlose Gespräch. Aruula wies ihm den Weg zu dem Osternest, um dort sein Ei zu legen, und gab ihm eine von Sepps Broschüren zum Abwischen mit.

„Die Kinder können wir hier lassen“, sagte Matt. „Offenbar ist dies der einzige Ort in Polarstadt, wo man noch nicht nach den Rebellen gesucht hat.“

„Ihr wollt doch nicht wirklich ganz alleine losziehen, um die gefangenen East’R’Bunn zu retten!“, entsetzte sich Sepp.

„Aber nicht doch“, grinste Aruula. „Dich nehmen wir natürlich mit.“

„Äh… aber ich habe einen wichtigen Termin…“

„Wir alle haben einen Termin – im Palast des Weihnachtstyrannen“, unterbrach ihn Matt. „Unsere heilige Aufgabe ist es, den Schokoladenhasen zu retten, die Osterrebellen zu befreien und der Stadt, dem Land und dem Erdkreis den Frieden zu bringen!“

Was red ich da eigentlich für einen Stuss?!, fuhr es ihm zeitgleich durch den Kopf. Weihnachtstyrann? Schokoladenhase? Osterrebellen? … Na ja, George W. Bushs Regierungserklärung zur zweiten Amtszeit klang auch nicht sehr viel besser, also was soll’s?

Und so brachen sie auf, ihr von acht Autoren und einem höheren Wesen namens Maddmike beschlossenes Schicksal zu erfüllen…

Autor: Michael M. Thurner

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MADDRAX-Adventskalender 2016 – Türchen 20

Mordpol

Ein MADDRAX-Weihnachtsroman in 24 Teilen

Der MADDRAX-Adventskalender - Jeden Tag ein weiteres Kapitel! (c) Bastei Verlag

Der MADDRAX-Adventskalender – Jeden Tag ein weiteres Kapitel!
(c) Bastei Verlag

20. Kapitel

Wie ein geprügelter Lupa schlich Knecht Rupp’rich zurück zum Palast seines Herrn, um sich dort Wein, Weib und Gesang zu ergeben. Und nebenbei jämmerlich zu flennen, weil sich niemand mehr vor ihm fürchtete.

„Nununu“, lallte ein ziemlich volltrunkenes Goldlöckchen, das vor lauter Schielen nicht mehr geradeaus schauen konnte, „sso schli-schlimm wirdsssoch nich sein…“

„O doch, und noch viel schlimmer!“, warf der Grausheilige Guul Mel’cho ein, der gerade ein Fass Honigwein für den Nachschub holen wollte und vor Schreck eine Packung Schlamm verlor, als er Rupp’rich sah. „Du siehst aus wie…“ Er unterbrach sich, als er Balthaasa durch die Tür hereinkommen sah. Der Rev’rend trug keinen Hut mehr, seine Kleidung sah ziemlich ramponiert aus, und er schlotterte nicht nur von der klirrenden Kälte draußen. Auf seiner Wange prangte der Abdruck eines Hufs.

„Wo kommst du denn her?“, fragte Mel’cho. „Santa wird langsam ungeduldig, er hat schon drei Mal nach dir gefragt!“

„If will nift dafüber spfeffen“, lispelte der Rev’rend offenbar zahnlos und humpelte zur Bar, wo er sich erschöpft auf einen Hocker plumpsen ließ und mit blutverschmierter Hand nach einem gefüllten Whiskyglas griff.

Rupp’rich zupfte an Mel’chos Gewand und beschmierte sich prompt mit Schmodder aus fauligen Pflanzenresten. „Was hast du eben gemeint?“, flüsterte er zaghaft. „Was ist mit mir?“

Der Guul griff nach einem Spiegel und hielt ihn Rupp’rich kommentarlos vor die Nase.

Der Knecht stieß einen entsetzten Schrei aus und schlug die Hände vors Gesicht. „Neiiin! Seht mich nicht an! Seht – mich – nicht – an!

Natürlich schaute daraufhin sofort jeder zu ihm hin. Ein Stöhnen ging durch den zuvor von fröhlichem Lärm erfüllten Raum.

Die grausigen Nebenwirkungen des Kinderlachens waren schlimmer als alles, was man sich vorstellen konnte, schlimmer noch als in Pils getunkter Honigkuchen oder Pizza mit Sardellen, Bananen und Rosinen: Rupp’rich war kein grusliger alter Zausel mehr, sondern ein weibisch aussehender, zarter Jüngling mit schulterlangen blonden Haaren, Lipgloss auf dem breiten Mund und Puder auf dem entzückenden kleinen Näschen.

Rupp’richs Jammer kannte keine Grenzen mehr. „So krieg ich doch nirgendwo mehr ’nen Job!“, heulte er hemmungslos drauflos. Seine Stimme war nicht mehr tief und hohl, sondern hoch, mit einem Kick ins Schrille.

„Na, vielleicht doch“, warf ein Nosfera vorlaut ein. „Da soll es ein Königreich geben, weit, weit weg, in dem…“

Er verstummte, als Santa Graus die Szene betrat. Der schwabbelnde Ledersack sah keineswegs mehr prall gefüllt aus, und er wirkte ziemlich ungehalten. „Wo bleibt mein Nachschub?“, brüllte er. Dann sah er seinen Knecht und verschluckte sich.

„Rupp-hupps-rich?“

Der zarte Jüngling blickte auf. Rotz hing ihm aus der Nase, die Augen waren vom Weinen gerötet. „Ja, Meister, ich bin’s…“

Die Zuschauer wichen zurück, als der Kritzmesstyrann auf seinen Knecht zutrat, das Gesicht in seine riesigen Pranken nahm und zu sich hob. „Bei allen Lakritzschnecken, was muss ich da sehen, was ist mit dir geschehen? Wer hat dir das angetan, mein liebster Knecht, meine Nummer Eins, mein Kaliban?“ Er wollte den Geschundenen wohl tröstend streicheln, denn er knetete das Prince-Charming-Gesicht halbwegs zu Brei.

„Also, ich war auf dem Weg zum Karzer, mit den Mastkindern im Schlepptau, und auf einmal kommt da so’n großer Blonder daher, und ’ne langbeinige Schwarzhaarige mit wackelndem Busen, und ein Zwerg, und die versauen mein Lied, und die Kinder haben… sie haben…“, seine Stimme wurde zu einem hohen Kieksen, „sie haben mich ausgelacht…“

Für einen Moment herrschte lähmende Stille im Raum; nur Rupp’richs leises Schluchzen und Schniefen war noch zu hören.

Dann grollte Santa Graus langsam: „Wo sind sie jetzt?“

„Sie haben gesagt, sie wollen auf dich warten, Lamettastraße Ecke Glöckchengasse“, antwortete Rupp’rich. „Sie haben gesagt, du hättest… hättest keinen…“

„Was hätte ich nicht?!“, polterte der Schreckliche.

„Keinen… Mumm“, hauchte Rupp’rich.

„Waaaas?!“ Santa Graus war außer sich und ließ die Faust niederfahren. Der Hänfling von Jüngling verschwand darunter.

„Oh – hoppla.“ Sichtlich pikiert wischte sich Santa Graus die Reste seines ehemaligen Knechtes von der Hand ab. „Entschuldige.“

Dann richtete er sich auf und wuchs noch ein Stück, bis sein Kopf fast an die Decke reichte. „Holt alle Schauerlichen Schergen!“, brüllte er, dass die Wände wackelten und die Fenster gesprengt wurden. „Die Zwetschen­brigade, die Lebkuchenmänner – ich will, dass ihr diese Frevler, diese Grausnachtschänder, diese Blasphemisten findet und mir bringt. Ich will sie gesotten, gebraten, gegrillt, kandiert und flambiert serviert bekommen!“

Autorin: Susan Schwartz

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