Zurück zu den Agenten – Rezension „SPLINTER CELL: Schachmatt“

Als Rezensent hat man es gut, wird man doch laufend mit Lesestoff versorgt, den man sich nicht selbst besorgen muss. Da ich in letzter Zeit die Neuübersetzungen der James Bond-Romane aus dem Cross Cult-Verlag ins Haus geworfen bekam und demnächst wohl in Podcast-Form darüber berichten werde, erinnerte ich mich daran, vor ein paar Jahren bereits einmal Agententhriller gelesen zu haben, nämlich zum „Splinter Cell“-Franchise, hauptsächlich bekannt aus den gleichnamigen Videospielen. Die Rezensionen sind online nicht mehr verfügbar, was ich schade finde und im Sinne meiner digitalen Resterampe hier auch mal ältere Beiträge recyclen darf – Vor allem, wenn ich sie sozusagen als Hinleitung zu kommenden Postings betrachte. 🙂 Die folgende Rezension stammt aus dem Jahr 2010 und behandelt den Roman „Tom Clancy’s Splinter Cell: Schachmatt“ von David Michaels:

Cover: "Splinter Cell: Schachmatt"

Cover: „Splinter Cell: Schachmatt“

Sam Fisher ist ein “Splinter Cell”, ein Agent für eine Unterabteilung des amerikanischen Geheimdienstes, die immer dann Einsätze übernimmt, wenn es für andere US-Einrichtungen wie das CIA oder FBI zu heikel wird. Die Agenten sind autarke Einsatzkräfte, die sich Zugang zu geheimen Informationen beschaffen und verdächtige Personen in ihrer „natürlichen Umgebung“ beschatten oder verhören sollen. Dafür stehen den Spionen viele interessante Agentenspielzeuge und Waffen zur Verfügung, zum Beispiel ein Trident-Sichtgerät mit EM- und Infrarotsicht, der ultrabelastbare Gleitschirm „Habicht“ und das Handheld-GPS-Karten-Gerät OPSAT. Bei seinem neuesten Einsatz sieht sich Sam Fisher mit einer weltweiten Bedrohung durch atomar verseuchtes Material konfrontiert. Irgendjemand versucht durch falsch gelegte Fährten, die USA und den Iran in einen Krieg zu drängen. Fisher und sein Team reisen im Eiltempo um die ganze Welt, um den wirklichen Drahtzieher hinter den Ereignissen dingfest zu machen – immer auf der Suche nach dem nächsten Puzzleteil, das ihnen den Weg zu ihrem nächsten Einsatzort aufzeigt.

Wer „Splinter Cell“ und den Namen „Sam Fisher“ hört, der denkt zuerst wahrscheinlich nicht an eine Roman-Reihe, sondern eher an die erfolgreichen Videospiele gleichen Titels. Seit einigen Jahren gibt es in Amerika nun auch Bücher zu den Spielen, die jetzt auch nach und nach in Deutschland erscheinen. „Schachmatt“ ist dabei das perfekte Musterbeispiel eines Romans auf der Grundlage eines Action-Games: Fast das gesamte Buch über schleicht und klettert Sam Fisher an mal mehr und mal weniger exotischen Orten herum, muss aus dem Hintergrund angreifen, unbemerkt Informationen beschaffen, notfalls töten, um unerkannt wieder flüchten zu können. Nichts anderes macht der Spieler bei „Splinter Cell“ an der Konsole oder dem PC auch. Das ist, was man als Zocker kennt, und was man bei einer entsprechenden Romanumsetzung lesen möchte. Autor David Michaels schreibt sich dabei rasant durch die eigentlich recht dünne Handlung. Die Schauplätze an denen Fisher taucht, klettert und schießt sind teilweise sehr exotisch und bieten eine nette Atmosphäre. Auf knapp 400 Seiten verteilen sich insgesamt etwa 60 kurze Kapitel. So kann man den Roman auch „häppchenweise“ ganz gut lesen. Leider bleibt bei der ganze Action ein wenig die Charakterisierung der Personen auf der Strecke, von denen man in den Spielen auch nur selten etwas erfährt.

Was mich daran erinnert, hier noch einen ungelesenen „Splinter Cell“-Roman liegen zu haben. Vielleicht sollte ich den demnächst mal abarbeiten …



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