Kurzrezensionen zur Mini-Serie „Perry Rhodan – Mission SOL 1“

Meine Eindrücke zur ersten Staffel – Zusammengefasst in einem Beitrag

Infolge der Corona-Krise hatte ich in den vergangenen Wochen viel Zeit, ein wenig Lesestoff nachzuholen. Dazu gehörte auch die Perry Rhodan-Miniserie „Mission SOL“ aus dem vergangenen Jahr. Die Zusammenstellung folgender Kurzrezensionen für alle zwölf Bände der abgeschlossenen Mini-Serie, die derzeit in einer zweiten Staffel fortgesetzt wird (welche ich natürlich auch wieder lesen werde) besteht aus meinen Eindrücken, die ich zusammen mit Bildern der Cover auf meinem Instagram-Kanal oder bei Goodreads veröffentlicht habe. Ich dachte, es wäre schön, sie auch noch einmal gesammelt zu veröffentlichen – zumal ich mich ja hier in einem erfreulich häufig gelesenen Beitrag schon einmal über die Mini-Serien und die Perry-Erstauflage ausgelassen hatte. Hier also meine Impressionen zu „Mission SOL 1“:

Band 1 – „Das Raumschiffgrab“: Überzeugender Auftakt von Kai Hirdt für die aktuelle Mini-Serie! Schönes Ausgangsszenario, recht „geerdet“ möchte man sagen. Ich versuche mal, wie Querverweise zur Erstauflage wegzuignorieren und mich auf den weiteren Verlauf einzulassen. (4/5)

Band 2 – „Die Althanos-Verschwörung“: Interessante Fortsetzung des Auftakts von Bernd Perplies. Wenn auch vielleicht an einigen Stellen etwas zu vage im Vorantreiben des Plots. Richtig gut gelungen ist die Beschreibung der umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen im Tal. Rund um Perry selbst wünsche ich mir sehr bald etwas konkretere Erkenntnisse. Geheimnisse, schön und gut. Aber die Verzögerungstaktiken und hinhaltenden Dialoge der Gegner (?) nerven. (Altha! Geh mir nich auf die Nos!) Mal schauen, was Band 3 dahingehend anstellt… (3/5)

Band 3 – „Gefährlicher Pakt“: Was für ein Wahnsinnsroman von Dietmar Schmidt! Die epische Geschichte einer generationenlangen Reise der SOL sowie die Ereignisse an deren Ende haben mir ausgezeichnet gefallen! Bislang der beste Band der aktuellen Mini-Serie und mit überaus interessanten Entwicklungen. Band 4 liegt schon bereit… (5/5)

Band 4 – „Welt des ewigen Todes“: Leider keine Rezension vorhanden.  (4/5)

Band 5 – „Strafkolonie der Ksuni“: Eine isolierte Raumstation, in dem sich ein Gefängnis befindet. Eine archaische Gesellschaft, in der Arenakämpfe über gesellschaftlichen Aufstieg und die Hoffnung auf Erlösung bestimmen. Und eine Offenbarung für Perry und einen verschollenen Teil seiner Familie. Bekannte Versatzstücke, aber gut zusammengesetzt und spannend erzählt von Olaf Brill. Schönes Einzelabenteuer auf dem Weg zur nächsten Station der Miniserie… (4/5)

An dieser Stelle legte ich eine mehrmonatige Lesepause ein, danach las ich die restlichen Bände aber in schneller Folge hintereinander weg, was sich als gute Wahl erwies. So konnte ich der Handlung durchgehend gut folgen und am Ball bleiben.

Band 6 – „Das Orakel von Takess“: Eine Suche nach Antworten führt durch eine virtuelle Wüste, eine Pilgerreise in die Psyche, mit einem Ausgang, der die Geschichte eigentlich überflüssig macht. Schade: Nach einer halbjährigen Lesepause konnte mich mein Wiedereinstieg in die erste SOL-Miniserie mit dem Roman von Hermann Ritter nicht so überzeugen. (2/5)

Band 7 – „Eine kosmische Bestimmung“: Richtig guter Roman von Marc A. Herren! Toll erzählt, zügiges Tempo und sehr schöne Wendungen. Hier passiert endlich wieder etwas, das die Geschichte voran bringt. Der emotionale Ton passt dazu sehr gut. Nachdem ich mit Band 6 wenig anfangen konnte, ein wirklicher Lichtblick! (5/5)

Band 8 – „Krise auf Evolux“: Planetenweite Aufstände, ein Vertrauensvorschuss für einen Verräter und ein bedrohtes Tal – Der achte MISSION SOL-Roman von Bernd Perplies erinnert mich in positiver Weise an die frühen „Perry Rhodan Action“-Hefte. Dass zudem auch wieder an den Figuren gearbeitet wird, gefällt auch. So kann’s weitergehen! (4/5)

Band 9 – „Ins Herz der Finsternis“: Den Vorstoß in die proto-chaotische Zelle schildert Ben Calvin Hary sehr bildhaft und stimmungsvoll, doch leider gerät der Roman mit der tatsächlichen Entdeckung des SOL-Mittelteils zunehmend aus der Form. Eine erneute Rebellion gegen Mahlia Meyun und deren redundante Selbstzweifel, beides zur Unzeit der Rettungsmission, sorgen leider für eine unnötige Überdramatik. Das metaphysisch angehauchte Ende bietet einen interessanten Ausblick, wirkt aber etwas überhastet und passt irgendwie noch nicht zum Rest der bisherigen Story. Das ist allerdings nicht dem Autor anzukreiden, sondern den Exposé-Schreibern. (3/5)

Band 10 – „Die Höllenfahrt der SOL“: Olaf Brill hat zunächst die etwas undankbare Aufgabe, einige Altlasten der bisherigen Mini-Serie abzuarbeiten. Mir hat dabei die nüchterne Formulierung der ersten Hälfte mit der eigentlich dramatischen Rettungsaktion des SOL-Mittelteils etwas irritiert, ebenso die gleichartig trocken geschilderte psychologische Aufarbeitung der Mannschaftszusammenführung. In der zweiten Hälfte gewinnt der Roman dann stilistisch und inhaltlich an Fahrt, löst den „Geister“-Plot gut auf, auch wenn die finale Lösung mit der Ereignis-Gleichzeitigkeit doch arg bemüht wirkt. Nach einem hölzernen Einstieg dann doch eine sehr lesenswerte Episode! (4/5)

Band 11 – „NEUBEGINN“: Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich auch höhere Kräfte für die Vorgänge rund um die SOL interessieren. Dietmar Schmidt verpackt hier das Vor-Finale in eine flotte Raumschlacht, eine sehr gute Military-Infiltrationsgeschichte und liefert sogar eine Katharsis für Mahlia. Die Eoract-Pointe war zwar sehr offensichtlich, nichts desto trotz ist der 11. Mission SOL-Band, auch wegen des an dieser Stelle einmal passenden harten Techno-Babbles eine spannende Lektüre! (5/5)

Band 12 – „Der Würfel fällt“: Solar-Energie mal anders: Um die Gefahr im Inneren von Evolux zu bannen, müssen drei von acht Sonnen sterben. Und eine Hauptfigur – in einem etwas merkwürdigen Twist, aber sei’s drum. Mit dem zwölften Band schließt Kai Hirdt die erste SOL-Miniserie recht ordentlich ab, ohne die Türen zuzuschlagen und einen knappen Aufhänger für die zweite Staffel zu finden. Das fortgesetzte Wechselspiel von Verrat und die Bemühung der jeweiligen Figuren-Motivationen, besonders von Ylapp, waren mir ein wenig zu einfach gedacht. Und auch, dass Evolux davonkommt, nimmt allem ein wenig Gravitas. Unterhaltend war es aber allemal. Das gilt für die gesamte zwölfbändige Mini-Serie, die durchweg ein gutes Niveau halten konnte, mit wenigen Ausreißern nach ganz oben und nach halbwegs unten. Letzteres lag oft nicht am jeweiligen Autor, sondern daran, dass das Exposé versuchte, durch manchmal etwas plumpe Verkomplizierung ein paar Handlungen zu strecken. Wenn es in der zweiten Staffel gelingt, die Story etwas gradliniger zu gestalten, ohne dabei auf Charakterentwicklungen zu verzichten, würde mir das gefallen. Nun, ich werde es in Kürze ja lesen… 😉 (4/5)

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2 Antworten zu Kurzrezensionen zur Mini-Serie „Perry Rhodan – Mission SOL 1“

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  2. Pingback: Kurzrezensionen zur Miniserie „Perry Rhodan – Wega“ | "Lesen, Schreiben, Hören, Sehen" // Ein Blog von Sascha Vennemann – Autor, Journalist und Podcaster

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