Kurzrezensionen zur Miniserie „Perry Rhodan – Wega“

Meine Eindrücke zu den zwölf Bänden – Zusammengefasst in einem Eintrag

Das hätte ich so nicht erwartet: Nachdem ich die beiden Perry Rhodan-Miniserien Mission SOL 1 und Mission SOL 2 mit mal mehr und mal weniger Begeisterung, aber grundsätzlich sehr gerne gelesen hatte, war ich schon sehr gespannt auf das neue Szenario der Miniserie „Wega“. Wie immer hoffte ich auf eine gut durchdachte, stark zusammenhängende Story über sämtliche Bände, mit konsequenter Figurenentwicklung und vielen interessanten, ungewöhnlichen Schauplätzen und einer Zugänglichkeit für Leser, die sich in der Hauptserie so gut wie gar nicht auskennen.

Natürlich wächst mein Hintergrundwissen mit jedem neuen „Perry“-Roman, den ich zur Hand nehme und lese. Zuletzt gehörten beispielsweise die sechs Kurzromane der Galacto City-Storys dazu, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Oder auch der Sonderband zum 60. Jubiläum, der es mir endlich möglich machte, einmal den allerersten Perry Rhodan-Roman Unternehmen Stardust (Amazon Affiliate Link) in seiner ursprünglichen Form und als gedrucktes Heft zu lesen. Im Nachhinein betrachtet glaube ich, dass mir „Wega“ vielleicht mehr zugesagt hätte, würde ich ein wenig mehr über das System und seine Einwohner kennen. Aber das ist reine Spekulation. Dennoch: So richtig warm bin ich mit „Wega“ nie geworden, obwohl ich es versucht habe. Die folgenden Kurzrezensionen, die wieder zuerst in meinem Instagram-Profil und bei meinem Goodreads-Account zu lesen waren, geben gesammelt meine fortschreitenden Eindrücke wieder.

Band 1 – „Im Licht der blauen Sonne“: Auf geht’s in eine neue Perry Rhodan-Miniserie, diesmal unter der Ägide von Michael Marcus Thurner, der auch den Auftaktband schrieb. Darin verschlägt es Perry, Reginald Bull und Gucky ins Wegasystem und zu den dort lebenden Ferronen, deren Herrscher einen neuen Palast einweiht. Doch noch während die Zeremonie läuft, braut sich in dem System eine Katastrophe zusammen: Durch einen Raum-Zeit-Spalt erscheinen zwei dreieinhalb Tausend Jahre alte Raumjäger, deren Piloten eine Botschaft der Superintelligenz ES transportieren und auf eine drohende Gefahr sowie einen Fluchtweg hinweisen. Gleichzeitig öffnen sich Millionen kleine Raumrisse, durch die Gerätschaften in das Planetensystem eindringen, die ein undurchdringliches Netz bilden und Wega komplett abriegeln. Hinter der Invasion steht ein Wesen namens Krakatau, das ein Raumheer der Maccani befehligt – und nicht nur auf die Wega, sondern auch auf Bull und Perry Besitzansprüche geltend macht. // Der Auftakt zur neuen Miniserie gestaltet sich für Nicht-Altleser zunächst etwas zäh: Wer weder mit der Geschichte des Wega-Systems innerhalb der Serie vertraut ist, noch weiß, was die alten Raumjäger für einen Nostalgiefaktor mitbringen, hat es etwas schwer sich darin hineinzudenken, warum das alles so aufregend ist. Spätestens mit der Abriegelung des Systems und dem offensichtlich von ES durchdesignten Fluchtplan kommt genug Schwung in die Sache, dass man auch als Nicht-Vertrauter mit der Mutterserie genug Faszinationspunkte findet, um der Geschichte weiter folgen zu wollen. Dennoch macht „Im Licht der blauen Sonne“ auf mich den Eindruck, mehr Vorwissen vorauszusetzen als beispielsweise der Auftakt der ersten „Mission SOL“-Miniserie. Mal sehen, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.

Band 2 – „Die Rollende Stadt“: Im zweite Band der neuen Perry Rhodan-Miniserie verschlägt es Perry und Gillian Wetherby in die aus mehreren Kantonen bestehende rollende Stadt Fementia-Oist. Die Willkommenheißerin Quingart steht kurz vor ihrem rituellen altersbedingten Selbstmord, als neue Testobjekte durch das Portal kommen. Weil sie Perry und Wetherby verpasst, trifft sie nur noch auf den Nachzügler Krakatau, der die beiden Terraner unbedingt finden will. In der offensichtlich von ES gestalteten Megastadt suchen sich die orientierungslosen Terraner eine Verbündete, die sie verbotenerweise mit Infos für ihr nächstes Ziel versorgt. Krakatau scheint durch seine Führerin Quingart im Vorteil. Doch sie wird misstrauisch: Die Prophezeiung sprach von zwei Auserwählten, die kommen würden – nicht von drei. // Ben Calvin Hary gelingt eine schöne Einzelepisode mit einem spannenden Setting, das an einen gut ausgedachten Planetenroman samt Alien-Spezies und Sozialstruktur erinnert. Die Protagonisten werden durch die exotische Stadt geschleust, die noch viele Fragen offen lässt, der Band entsorgt sein aufgebautes Personal aber gleich wieder – wahrscheinlich kehren wir nicht mehr hierher zurück. Davon abgesehen passiert erst einmal nicht viel – außer, dass nun klar wird, das Krakatau hinter Perrys Zellaktivator her ist. Insgesamt ein nettes Abenteuer, schönes Szenario – allerdings mit wenig Nachhall.

Band 3 – „Im Garten des Unsterblichen“: Perry Rhodan und Gillian Wetherby sind in den Innenkanton Famosa der rollende Stadt Fementia-Oist gelangt und treffen dort auf das mental begabte Wesen Monmussan-O, das Famosa als „Garten des Unsterblichen“ bezeichnet – sie sind also weiter auf der Spur des galaktischen Rätsels, das ES für sie hinterlassen hat. Bevor sie jedoch weiterziehen können, steht ihnen eine weitere Prüfung bevor. Und Wetherby erzählt Rhodan von den Ereignissen im Wega-System, bevor sie in die Zukunft gerissen wurde. // Mit dem dritten Wega-Band von Olaf Brill hatte ich so meine Probleme: Die Vergangenheitshandlung um Wetherby im Wega-System hat mich so gar nicht interessiert, und in Famosa geht es auch nicht so recht voran – zumal das Szenario dort auch nicht sonderlich üppig ausgefallen ist. Leider hat mich die Geschichte über weiter Teile gelangweilt, auch, weil mir wohl einfach zu viel des Altleser-Hintergrunds fehlt, um in den Vergangenheitskapiteln so etwas wie Nostalgie zu spüren. Diese „Wega“-Episode ist so gar nicht mein Fall gewesen.

Band 4 – „Feind der Harthäuter“: Getrennt von Perry und Wetherby landen Reginald Bull und Gucky auf einem fremden Planeten, der sich schnell als Tramp, Guckys eigentlich zerstörte Heimatwelt, herausstellt! Dort treffen sie auf die Riesenraubkatze Mink – und auf ziemlich übel gelaunte Roboter, die, wie sich später herausstellt, offenbar auf Zellaktivator-Träger warten, um ihnen eine Botschaft von ES zu übergeben. Bis es soweit ist, müssen der Mausbiber und Bully so einige Probleme – auch persönlicher Natur – aus dem Weg räumen. // Okay, ich bin ein bisschen voreingenommen: Erstens mag ich den Schreibstil von Madeleine Puljic, und außerdem ist das ein Katzenroman. Und zwar einer, in dem die Autorin die Eigenarten der Stubentiger ziemlich gut auf eine der Nebenfiguren überträgt. Weil Katzen großartige Tiere sind, hat der Text bei mir also schon einmal automatisch einen Stein im Brett. Davon abgesehen ist „Feind der Harthäuter“ eben auch ein sehr solides Planetenabenteuer, das ebenso gut als Einzelroman funktioniert. Und da liegt auch das einzige Manko des Heftes: Die neuen Infos für die Gesamthandlung der Mini-Serie, die am Ende zu verzeichnen sind, sind dann doch etwas dürftig. Wie auch immer: Ich wurde in diesem Fall sehr gut unterhalten!

Band 5 – „Die Mission des Wurms“: Perry Rhodan und Gillian Wetherby erreichen die nächste Station ihrer Reise und landen in einem riesigen mechanischen Bohrwurm, der sich offenbar im Auftrag von ES seit Jahrtausenden durch die Erdkruste eines Planeten bohrt. In der gigantischen, schon arg zerfallenen Industrie-Anlage leben verschiedene Völker auf verschiedenen Etagen, die teilweise untereinander verfeindet sind. Die schildkrötenartigen Garstag wollen Perry und Gillian – als Gesandte von ES – durch das Labyrinth zur Kommandozentrale geleiten. Dabei muss es kurzzeitig sogar zu einem Bündnis zwischen Perry und dem Verfolger Krakatau kommen, der immer noch Perrys Zellaktivator stehlen will – und sich nun sogar als „Sohn von ES“ ausgibt. Im Wega-System wird der schwer verletzte Ferrone Marium Polescar durch die Maccani geheilt und steigt zum Obermotz seines Volkes auf – nun als Verbündete der Invasoren und in Opposition zu den Menschen. // Eine rollende Riesenstadt, ein gigantischer Bohrwurm, immer bewohnt von zahlreichen Fremdwesen, die im Konflikt liegen – es sind schöne Szenarien, die Exposé-Autor Michael Marcus Thurner hier entwirft. Der fünfte Roman der Mini-Serie von Olaf Brill punktet dadurch mehr als durch die Handlung an sich, ist dabei aber sehr viel unterhaltsamer als Brills Band 3 „Im Garten des Unsterblichen“. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich hier Szenarios schon etwas doppeln: Insbesondere, da ich gerade Thurners Taschenbuch „Plasmawelt“ (Amazon Affiliate Link) las, das vom Setting her ein glatter Zwilling zu dieser Story sein könnte. Nichts desto trotz ein ganz angenehmer Roman, aber auch immer noch viel Luft nach oben.

Band 6 – „Hinter den Truhen“: Perry und Gillian haben sich bis auf die oberen Decks des Bohrwurms, in den es sie im Vorgängerroman verschlagen hatte, vorgekämpft. Dort müssen sie sich durch ein Gebiet mit nahezu vollständigem Strangeness-Faktor arbeiten, um an die von ES für sie bestimmte Truhe zu gelangen. Gleichzeitig ist ihnen weiter Krakatau auf den Fersen, der sich nun ohne Rücksicht auf Verluste durch die Garstag kämpft, die ihm im Weg stehen. Derweil wandelt sich im Wega-System der Ferrone Marium Polescar zum willigen Helfer der Maccani, der ebenfalls vor Hinrichtungen nicht mehr zurückschreckt. // Dietmar Schmidts Roman hinterlässt bei mir erneut einen zwiespältigen Eindruck. Am Interessantesten fand ich noch die Storyline um Polescar, während das Krakatau-Gemetzel und der psychedelische Strangeness-Trip von Rhodan und Weatherby zwar mit bizarrem Sense-of-Wonder aufwarten, aber sich doch ziemlich in die Länge zogen. Mich stört zudem die unmotivierte Brutalität Krakataus und die nicht gut hergeleitete Wandlung Polecars. Statt Innensichten der Figuren gibt es reihenweise Beschreibungen von Orten und deren Hintergründen sowie Actionszenen von der Stange, die für das Voranschreiten der Story keinerlei Bedeutung haben und wenig Mehrwert bieten. Nach nun der Hälfte der „Wega“-Miniserie muss ich leider sagen, dass ich über weite Strecken mit ihr bislang nicht so recht warm werde. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

Band 7 – „Oase der Mutanten“: Reginald Bull und Gucky stecken weiter in der Vergangenheit fest – auf Guckys Heimatplanet Tramp, wo er immer noch andere Mausbiber zu finden hofft. Besessen von dem Gedanken, es könnte der Auftrag von ES sein, das künftige traurige Schicksal seiner Rasse zum Besseren zu wenden, macht sich Gucky auf einen Alleingang bei der Erkundung – und trifft tatsächlich auf weitere seiner Art. Doch die Mausbiber stehen unter dem Einfluss von Pilzquallen und unter der Herrschaft von Robotern, die sie in ihren Gängen unter der Erde quasi gefangen halten. Gucky wittert mehr hinter der Sache – und findet heraus, warum die Mausbiber dieser Zeit ihre Mutantenkräfte nicht gegen ihre „Aufpasser“ einsetzen. // Ich muss gestehen, dieser Roman von Katharina V. Haderer hatte es bei mir sehr schwer. Er überzeugt zwar durch stimmungsvolle Beschreibungen des Lebens der Mausbiber – aber das war es auch schon. Mehr passiert einfach nicht – und insgesamt gesehen reicht das nicht für einen spannenden Roman. Trotz Kämpfen mit Robotern, trotz Gefahrensituationen für Gucky – die spärliche Information, was es mit den Pilzquallen auf sich hat, bringt die Gesamthandlung nur um Millimeter nach vorne – und das Tramp-Szenario ist leider nicht sonderlich aufregend – außer vielleicht für Gucky selbst. Handwerklich hat die Autorin überhaupt nichts falsch gemacht, aber für eine Episode einer auf 12 Bände beschränkten Miniserie bietet Band 7 einfach viel zu wenig inhaltlichen Fortschritt und bringt auch die Figurentwicklung nicht voran. Das macht die ganze Sache recht ermüdend und zäh. Schade.

Band 8 – „Hort der Transformation“: Zugegeben, nach dem zähen Band 7 war ich etwas demotiviert, mit der Lektüre von „Wega“ fort zu fahren. Die kurze Lesepause hat mir offenbar gut getan, denn mit „Hort der Transformation“ liefert Roman Schleifer den ersten Roman der Miniserie ab, der mich beinahe restlos überzeugt. Das Tempo stimmt, die Dialoge, das Setting – und das auf allen Handlungsebenen. Vom ferronischen Eiswein-Winzer Grimmes Tunsteen über den Hochenergie-Ingenieur Akeno Serif und sein Schicksal, bis hin zur Kontaktaufnahme von Perry und Gillian mit dem Widerstand gegen der Maccani-Besatzer und die interessante Wende zum Ende des Romans – hier gibt es eine stimmige Geschichte mit toll ausgestalteten Figuren (schade, dass sie im weiteren Verlauf wohl keine Rolle spielen). Schleifer gelingt es, einen Roman zu schreiben, der auch losgelöst vom Miniserienkontext durch seine schönen Spielorte und lebendigen Charaktere überzeugt. Danke, so einen „Wega“-Roman habe ich dringend gebraucht, um mich auf die nächsten Episoden zu freuen.

Band 9 – „Leuchtfeuer auf Graborflack“: Puh, da weiß ich mal so gar nicht, was ich dazu schreiben soll, außer: Das ist absolut nicht mein Roman. Rund 50 Seiten fiel es mir schwer, der Handlung überhaupt zu folgen. Warum die Blau-Nakken angelockt werden müssen, war mir von Beginn an nicht ganz klar, die Passagen auf dem Nadelschiff wirr und vom Setting her überhaupt nicht greifbar. Keinerlei Entwicklung bei Wetherby, sie „rambo“t sich weiter tumb durch die Handlung und Perry stelzt sich selbst im Dialog mit dem Blau-Nakken, der auf eine einfache Syntax angewiesen wäre, durch hochtrabende Sätze, die in der Übersetzung ja nur bruchstückhaft überkommen können, wenn man selbst als Leser denkt: Das hättest du aber auch einfacher sagen können. Es tut mir leid: Dieser Roman hat mir keine Freude beim Lesen bereitet, weder in der sprachlichen Gestaltung, noch im transportieren Inhalt.

Band 10 – „Finale auf Tramp“: Nach dem für mich persönlich absolut enttäuschenden Vorgängerband weiß Lucy Guth mich endlich wieder gut zu unterhalten und die Storyline um Gucky und Bull zu einem recht runden Ende zu bringen. Der Titel des Romans passt also. Auch sonst passiert angenehm viel: Unerwartete Allianzen werden geschmiedet und endlich wird klar, warum die beiden Freunde von ES in die Vergangenheit des Mausbiber-Planeten geschickt wurden. Das ist gleichzeitig auch das einzige, kleine Problem, das sich mit diesem Band offenbart: Die gravierende Bedrohung durch das Nemat wird ziemlich unvermittelt aus dem Hut gezaubert und gleich wieder beseitigt, was gegenüber den anderen Tramp-Romanen eine recht unschöne Schieflage in der Entwicklungsdynamik dieses Erzählstrangs offenbart. Denn alles, was auf Tramp wichtig war, wird eigentlich hier erzählt – die anderen Bände erweisen sich da im Nachhinein als unnötig langer Quasi-Prolog. Aber das ist – wie so oft – kein Problem dieses Romans, sondern des Gesamtexposés.

Band 11 – „Der Bastardprinz“: Lange blieben die Hintergründe über den Antagonisten der „Wega“-Miniserie im Verborgenen. Ben Calvin Hary darf nun den Werdegang des „Bastardprinzen“ im Zeitraffer schlaglichtartig nacherzählen und am Ende das Ganze mit einem recht übersichtlichen Raumgefecht abrunden, dessen Folgen die Weichen für das Finale im nächsten Band stellen. Ein vollgepackter Roman, der mich vom Aufbau her sogar ein ganz klein bisschen an einen erinnert hat, den ich vor nicht allzu langer Zeit für eine andere Serie schrieb. 😉 (Amazon Affiliate Link) Hary räumt zudem ein wenig mit den Figuren auf bzw. ruft sie in Erinnerung und führt Handlungen wieder zusammen, ohne schon alles vor dem Ende zu verraten. Diese Aufgabe wurde mit dem 11. Band gut gelöst.

Band 12 – „Geschenke der Superintelligenz“: Perry Rhodan und Bully müssen sich der finalen Konfrontation mit dem Drahtzieher hinter der Maccani-Invasion im Wega-System stellen und erfahren viel über dessen Pläne und Vergangenheit. Wetherby und Gucky müssen gleichzeitig ein Flaggschiff lahm legen, wobei ihnen ein zur Raison gekommener Ferronen-Überläufer hilft. Danach geht alles wieder seinen gewohnten Gang – und die Serie ist vorbei. // Michael Marcus Thurner liefert im letzten Band der unter seiner Fuchtel entstandenen Miniserie ein eher ruhiges Finale ab, in dem der Werdegang des Drahtziehers geschildert wird. Gab es im Vorband eine fast ebenso gestaltete Lebensbeichte des Hauptbösewichts, der allerdings letztlich nur der Handlanger vom großen Boss war, offenbart sich mit dem Background des Drahtziehers eigentlich eine viel interessantere und vielseitigere Geschichte, als die, die „Wega“ am Ende erzählte. Die fast wie ein Exposé anmutenden Passagen lesen sich klasse, aber diese Infoballung kommt zu konzentriert und viel zu spät. Zudem lässt der Finalband ganz zentrale Fragen offen, beispielsweise was die Konzentration auf die Zellaktivatoren zu Beginn der Serie zu bedeuten hatte. Wenn dieser Abschlussroman nicht mal seinen Titel richtig erklärt und die „Geschenke“ einfach verschwinden lässt, ist das ziemlich unbefriedigend. „Wega“ wirkt mit dem für sich genommen guten Band 12 nicht ausreichend auserzählt und hinterlässt den faden Beigeschmack einer insgesamt leider sehr unrunden Mini-Serien-Staffel, die ich streckenweise als sehr anstrengend empfand.

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